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Antoine Dufilho: Von legendären Autos zu monumentalen Freiluftskulpturen

Aktualisiert: 5. Feb.

Ursprünglich aus Nordfrankreich stammend, hat sich Antoine Dufilho in nur wenigen Jahren als eine der faszinierendsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Pop-Art etabliert. Seine Skulpturen – aus Schichten von Stahl, Aluminium oder Edelstahl gefertigt – dekonstruieren Materie, um die Bewegung seiner auto-inspirierten Kreationen besser sichtbar zu machen. Sein Ansatz, an der Schnittstelle von Architektur, Design und Kinetik, verwandelt industrielle Objekte in poetische Kunstwerke.


Als ausgebildeter Architekt, bevor er sich vollständig der Skulptur widmete, entwickelte Antoine Dufilho eine Technik, die er „Streamline“ nennt: ein Spiel aus Linien und Leerstellen, das seinen Werken eine scheinbare Leichtigkeit, fast Unkörperlichkeit, verleiht. „Ich versuche, Bewegung einzufrieren, das Gefühl von Geschwindigkeit in einem schwebenden Moment einzufangen“, erklärt er.


Seine Inspirationen stammen direkt aus seinem familiären Erbe. Sein Großonkel, Jacques Dufilho, Schauspieler und leidenschaftlicher Autoliebhaber, vermittelte ihm die Liebe zu außergewöhnlicher Technik. Doch Antoine unterläuft diese Codes: Karosserie wird zur Struktur, Geschwindigkeit zur Linie, und die Maschine verwandelt sich in eine Architektur aus Licht.

Antoine Dufilho’s Ferrari 330 P4 Exhibited in Le Touquet
Antoine Dufilho’s Ferrari 330 P4 Exhibited in Le Touquet

Neuinterpretierte automobile Ikonen


Bugatti, Ferrari, Aston Martin, Porsche, Mercedes und Riva – diese legendären Namen des Automobilbaus werden in Dufilhos Händen zu Metaphern für menschlichen Antrieb, mechanische Schönheit und die Verbindung von Kunst und Technologie.


Seine Skulpturen sind keine Reproduktionen, sondern Interpretationen: Die Volumen werden fragmentiert, die Kurven geöffnet, die Schatten miteinander verwoben. Das Spiel von Masse und Leere erzeugt einen visuellen Rhythmus, der an den Atem des Motors, den Luftstrom und die Vibration eines Fahrgestells bei voller Geschwindigkeit erinnert.


Dieser Dialog zwischen Bewegung und Stillstand hat zahlreiche Galerien – wie Class Art Biarritz – ebenso begeistert wie ganze Städte, die nun ihre öffentlichen Räume in Freiluftgalerien verwandeln, um seine monumentalen Werke zu präsentieren.

Bugatti-Skulptur von Antoine Dufilho, ausgestellt in Sainte-Maxime
Bugatti-Skulptur von Antoine Dufilho, ausgestellt in Sainte-Maxime

Le Touquet-Paris-Plage: Eine Freiluftgalerie


Seit 2023 ist der Badeort Le Touquet-Paris-Plage in Nordfrankreich zu einem echten Freilichtmuseum für Antoine Dufilho geworden. Zwei monumentale Skulpturen stehen dort nun dauerhaft und feiern sowohl Eleganz als auch Geschwindigkeit.


„La Dolce Vita“, ein sieben Meter langes Riva-Boot, wird an der Uferpromenade ausgestellt. Zusammengesetzt aus Hunderten polierter Aluminiumschienen wiegt dieses Meisterwerk über 5,5 Tonnen. Es erinnert an die italienische Lebenskunst und den feinen Glamour der Riviera der 1960er Jahre.


„Red Racing Flower“, vor dem Hôtel Westminster installiert, interpretiert den legendären Ferrari 330 P4 neu. Seine rot lackierten Lamellen erzeugen einen auffälligen kinetischen Effekt: Bewegt man sich um die Skulptur herum, scheint sich das Auto aufzulösen und wieder in Bewegung zusammenzusetzen.


Diese beiden Skulpturen spiegeln Le Touquets Ambition wider, zu einem bedeutenden künstlerischen Zielort zu werden. „Wir wollen, dass Kunst mit dem Meer, dem Licht und unserem Erbe in Dialog tritt“, erklärt Bürgermeister Daniel Fasquelle.


Sainte-Maxime: Wenn das Automobil auf das Mittelmeer trifft


Im Süden Frankreichs präsentierte Sainte-Maxime 2024 und 2025 mehrere monumentale Werke von Antoine Dufilho. Am Hafen, am Nartelle-Kreisverkehr und vor dem Barrière Casino konnten Besucher ein spektakuläres Ensemble bewundern:

  • Bugatti 35 – Place Victor-Hugo, eine Hommage an den berühmtesten Rennwagen der 1930er Jahre

  • Ferrari 330 P4 – Nartelle-Kreisverkehr

  • Bugatti Veyron – vor dem Casino

  • Riva Aquarama – auf der Marina-Promenade


Hier spiegeln die metallischen Oberflächen der Skulpturen das Meer und die Yachten wider. Der Kontrast zwischen der industriellen Präzision des Metalls und der Sanftheit der mediterranen Landschaft erzeugt ein hypnotisches Schauspiel, das sowohl Kunstliebhaber als auch Autoenthusiasten anzieht.


Courchevel: Kunst auf dem Gipfel


Im Winter steigen Antoine Dufilhos Automobilskulpturen in die Höhe. In den Fußstapfen von Dalí, Richard Orlinski, Bruno Catalano, Lorenzo Quinn und anderen nahm Dufilho am Event „Art at the Summit“ teil, organisiert von den Galeries Bartoux. Fünf seiner monumentalen Werke wurden in den alpinen Dörfern Courchevel 1850, Moriond, Le Praz und La Tania installiert.


Unter Schnee und alpinem Licht nehmen die metallischen Oberflächen einen bläulichen Schimmer an. Ein stilisierter Formel-1-Wagen, ein dekonstruierter Rafale-Jet und mehrere Streamlined Ferraris bilden einen künstlerischen Parcours, bei dem Geschwindigkeit auf die majestätische Stille der Berge trifft.


„In Courchevel atmen meine Skulpturen anders“, reflektiert der Künstler. „Sie ruhen, eingefroren im Eis, und doch vibrieren sie weiter.“


Ferrari-Skulptur von Antoine Dufilho, installiert in Courchevel in Zusammenarbeit mit den Galeries Bartoux
Ferrari-Skulptur von Antoine Dufilho, installiert in Courchevel in Zusammenarbeit mit den Galeries Bartoux

Internationale Expansion: Von Mallorca bis Saint-Tropez


Der Ruhm von Antoine Dufilho reicht inzwischen weit über Frankreich hinaus. Im Jahr 2025 wurden mehrere internationale Ausstellungen und Installationen des Pop-Art-Künstlers gezeigt:

  • Motorworld Mallorca (Spanien) – Installation einer monumentalen Skulptur aus poliertem Aluminium

  • Vila Real (Portugal) – Ausstellung im Rahmen des Supercar Gathering, eines internationalen Events für klassische und Luxusautos

  • Saint-Tropez (Frankreich) – Sommerinstallation am Nikki Beach, bei der eine monumentale Skulptur mit den Palmen und dem Meer interagiert


Weitere Projekte werden derzeit in Dubai, London und Miami verhandelt, was den wachsenden internationalen Einfluss des Künstlers unterstreicht.


Ein Werk zwischen Kunst, Technik und Emotion


Was Dufilho auszeichnet, ist technische Präzision im Dienst der visuellen Poesie. Jedes Werk wird wie ein technisches Objekt konzipiert, mit sorgfältigen Berechnungen, Modellen, 3D-Plänen und umfangreicher Bearbeitung der Metalllamellen. Doch hinter dieser formalen Strenge bleibt die Emotion im Mittelpunkt.


Die geworfenen Schatten, das durch die Lamellen fallende Licht, die Variationen je nach Tageszeit – all dies trägt zu einer sensorischen und meditativen Erfahrung bei. Seine Skulpturen lassen sich am besten in Bewegung wahrnehmen, während man um sie herumgeht, ähnlich wie beim Vorbeirasen eines Rennwagens in voller Geschwindigkeit.

Antoine Dufilho: Ein Architekt der Leere


Antoine Dufilho gehört zu einer Generation von Künstlern, die die Grenzen zwischen Disziplinen verschieben. Seine Werke vereinen Mechanik und Poesie, Materie und Licht, Leere und Fülle. Sie feiern die Geschwindigkeit, nicht nur als technische Meisterleistung, sondern als Metapher für den eingefrorenen Moment.


Ob am Meer, auf schneebedeckten Gipfeln oder im Herzen von Städten platziert, erinnern Dufilhos monumentale Skulpturen daran, dass Kunst nicht nur Betrachtung, sondern auch Bewegung, Vibration und Atem ist.


Zu den bemerkenswertesten Kreationen des Künstlers gehören:Mercedes W196, Porsche 997 Targa, Alpine, Bugatti Atlantic, Mercedes W196 FA, Ford GT40, Ferrari LaFerrari, Jaguar Type E, Ferrari F40, Ferrari Roma, Audi R8, Ferrari 250 GTO, Lamborghini Murciélago, Ford Mustang, Ferrari Dino, Ferrari Enzo (mit Carbon), McLaren Speedtail, Aston Martin DB5, Bugatti Veyron, Formel 1, Ferrari Daytona, Mercedes 300SL, Porsche 992 Carrera, Morgan Plus Four sowie Dassault Rafale, Concorde und sogar das ikonische RIVA-Boot.



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